Aktuelles

29.08.2016

DEICHMANN-Förderpreis für Integration in Sachsen

 

Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch, zeichnet den Verein „Netzwerk Zukunft Sachsen e.V.“ als Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises für Integration aus.

 

Rund um den Verein „Netzwerk Zukunft Sachsen e.V.“ betreuen 140 ehrenamtliche Helfer ca. 170 Flüchtlinge, die vor allem aus Syrien und Afghanistan kommen. Zu den Flüchtlingsfamilien, die in einem dezentralen Wohnprojekt untergebracht sind, zählen 90 benachteiligte Kinder und Jugendliche. Das Programm basiert auf den Grundpfeilern Sprachförderung, Sportangebote, Patenschaften und Dialog. „Die Patenschaften werden individuell vermittelt. So können die Paten auf die jeweiligen Bedürfnisse ihres geflüchteten Kindes eingehen und es gezielt fördern“, lobte Staatsministerin Barbara Klepsch in ihrem Grußwort den Verein. Zusammen mit Silke Janssen vom DEICHMANN-Förderpreis überreichte sie eine Urkunde sowie das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

 

mehr lesen...

 

Ein riesengroßes Dankeschön an alle Helfer! Das ist Eure / Ihre Auszeichnung!

19.06.2016

 

Immer mehr Familien erhalten Aufenthaltserlaubnis

 

Nach und nach erhalten viele Flüchtlingsfamilien in Hohenstein-Ernstthal – vornehmlich Syrer – ihre Aufenthaltserlaubnis. Bei manchen umfasst diese 3 Jahre, bei anderen nur ein Jahr. Dies hängt mit einer geänderten Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zusammen. Genauere Erörterungen zu diesem Thema finden Sie unter https://www.proasyl.de/news/neue-asylpraxis-beim-bamf-immer-mehr-syrerinnen-und-syrer-kriegen-nur-subsidiaeren-schutz/

 

Sobald die Familien ihren Anerkennungsstatus erhalten haben, unterstehen sie den rechtlichen Bestimmungen des Sozialgesetzbuches II (Hartz V). Damit fallen sie aus der Fürsorge durch das Wohnprojekt Asyl der Diakonie heraus. Sie müssen sich im Jobcenter melden und viele verschiedene Anträge stellen. Große Unterstützung erfahren sie dabei nach wie vor durch die engagierten Mitarbeiter des Wohnprojektes Asyl der Diakonie Westsachsen und auch durch ehrenamtlich Helfende.

 

Innerhalb von sechs Wochen müssen (im Idealfall) die durch die Diakonie angemieteten Wohnungen verlassen und eigene Wohnungen gefunden und bezogen werden. Anschließend sind die Asylberechtigten verpflichtet, die staatlichen Integrationskurse zu besuchen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des BAMF.

 

Obwohl am Anfang so gut wie alle Neuankömmlinge einen Umzug in eine (west-)deutsche Großstadt anstrebten, haben sich schon mehr als zwei Drittel der Familien mit Anerkennungsstatus für einen dauerhaften Wohnsitz in Hohenstein-Ernstthal entschieden. Warum der Gesinnungswandel? – Die Familien fühlen sich hier wohl, den Kindern gefällt es in den Schulen und das Leben in unserer Kleinstadt ist wohl doch ein recht angenehmer Ort zum Leben. Häufig hören wir Komplimente à la „Die Menschen hier sind uns gegenüber zwar am Anfang ein wenig schüchtern aber mittlerweile total nett! Und die Hilfsbereitschaft ist überwältigend.“ Auch das durch die Ehrenamtler angebotene Sprachtraining inklusive Kinderbetreuung wird sehr gut angenommen und auch sehr geschätzt.

 

Für die häufig kinderreichen Familien ist es angesichts der Wohnungssituation in Hohenstein-Ernstthal eine Herausforderung, geeigneten Wohnraum zu finden. Auch hier hat sich wieder eine große Hilfsbereitschaft seitens der Bürger gezeigt und die ersten eigenen Wohnungen werden zurzeit bezogen.

 

Wir werten die Entscheidung der Familien hier zu bleiben als großes Kompliment an alle Menschen der Stadt und ihrer näheren Umgebung, die hier in den letzten Monaten viel Herz, Freundlichkeit und Engagement gezeigt haben!

 

 

07.02.2016

Quelle: Landratsamt

30.12.2015

 

Oberlungwitzer Familien lernen sich kennen

 

Zu einer ungezwungenen Kennenlernbegegnung hatte der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel gemeinsam mit vielen engagierten Oberlungwitzern am 30.12.2015 in das Vereinshaus „Zur Post“ geladen.

 

Die seit Kurzem in Oberlungwitz lebenden Flüchtlingsfamilien, von welchen viele aus Afghanistan kommen, und „einheimische“ Familien verbrachten einen lebhaften Nachmittag bei leckerem Kaffee und Kuchen (von den deutschen Familien mitgebracht) und gefülltem Fladenbrot, scharfen Hackfleischbällchen und Gemüse (von den Neuankömmlingen gekocht).

 

Vor allem den zahlreichen Kindern machten die noch vorhandenen Sprachbarrieren gar nichts aus – sie bastelten und spielten gemeinsam um die Wette. An diesem unterhaltsamen Nachmittag wurde zusammen viel gelacht und sich gegenseitig näher gekommen.

06.12.2015 


 

Ehrenamtler in Aktion - ein Anfang!

 

Mittlerweile sind circa einhundert Personen aus krisengebeutelten Regionen in Hohenstein-Ernstthal angekommen und haben hier ihre einfachen aber zweckmäßigen Wohnungen bezogen. Über die Hälfte der Neuankömmlinge sind Kinder, die sich vor allem riesig über die gespendeten Teddybären und Spielsachen gefreut haben.

 

Im Westteil der Stadt wurde durch die Diakonie eine leerstehende Wohnung mit einer Waschmaschine, einer Küche und Regalen ausgestattet. An diesem Ort können die Familien in diesem Haus ihre Wäsche waschen. Die Öffnungszeiten dieser kleinen Begegnungsstätte werden durch freiwillige Helfer, welche sich beim Verein gemeldet hatten, abgesichert. In ersten Einsätzen verwandelten die fleißigen Hände das Chaos aus Möbeln, gespendeten Kleidungsstücken und Geschirr in einen richtig gemütlichen Anlaufpunkt. Die sortierten Kleiderspenden können nun gezielt an bedürftige Flüchtlinge ausgegeben werden. Während die Waschmaschine läuft, kann bei einer Tasse Tee gespielt oder geredet werden (zur Zeit noch mit Händen und Füßen). 

 

Im Ostteil der Stadt hat am Samstag der erste Deutschunterricht stattgefunden. In kurzer Zeit werden nun immer mehr Kurse dazukommen, welche durch ehrenamtliche "Lehrer und Lehrerinnen" durchgeführt werden.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen tollen Helfern! Wenn auch Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, freuen wir uns auf Ihre Unterstützung!

15.11.2015 



 

Die ersten Familien sind eingetroffen 



 

Vergangene Woche sind die ersten Asylbewerber in Hohenstein-Ernstthal angekommen und haben ihre vorübergehenden Wohnungen bezogen. Die vornehmlich Familien - es sind zurzeit auch 11 Kinder dabei - kommen aus Krisengebieten (Syrien, Afghanistan etc.) und freuen sich, hier erst einmal zur Ruhe zu kommen. Viele Bürger und Bürgerinnen aus Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitz und Umgebung haben sich schon im Vorfeld bereit erklärt, die Flüchtlinge in einer Art Patenschaft bei der Orientierung in Deutschland im Allgemeinen und hier vor Ort im Speziellen zu unterstützen.

 

Auch die vielen Freiwilligen, die durch einfachen und praktischen Deutschunterricht tatkräftig anpacken wollen, bereiten sich in Workshops auf ihre Tätigkeit vor. Bereits in zwei Wochen sollen die ersten Kurse angeboten werden, sodass den Asylsuchenden schnell Deutschkenntnisse, aber auch Verhaltensweisen in Deutschland vermittelt werden können.

 

Wenn auch Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, freuen wir uns auf Ihre Unterstützung!

13.11.2015

 

Von der Abenddämmerung bis zum sanften Händedruck

 

Vergangenen Dienstag fand zum ersten Mal eine vom Verein organisierte Veranstaltung zum Thema "Interkulturelle Kommunikation - Schwerpunkt arabische Kultur" statt. Wir danken der Referentin Claudia für ihre interessanten Ausführungen zu den Themen Religion, Familie und Gemeinschaft.

Die etwa 30 geladenen Teilnehmer, von denen sich die meisten ehrenamtlich engagieren bzw. engagieren möchten, erhielten praktische Einblicke in kulturelle Verhaltensweisen der „arabischen Welt“, von der Stellung der Frau (sie hat in der Familie die Hosen an) über die Wahrnehmung von Zeit (ein neuer Tag beginnt am Abend) bis hin zum angemessenen Händedruck (sanft, bitte).

 

In angeregter Diskussion kamen jedoch auch Fragen auf, wie wir denn den Neuankömmlingen die deutschen kulturellen Werte vermitteln können. Aus der Erfahrung der anwesenden „Deutsch als Fremdsprache“ - Lehrer und Lehrerinnen lässt sich diese Vermittlung unkompliziert in den Sprachunterricht einbauen oder kann ganz einfach im freundlichen Gespräch erfolgen. Aus ihren Erlebnissen im Deutschunterricht für Flüchtlinge und Asylanten wissen sie, dass die meisten Teilnehmer sehr neugierig auf und auch fasziniert von unserer Kultur sind. Wir sind der Meinung, dass im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen eine gewisse Sensibilität und auch ein klein wenig Wissen um die jeweils andere Kultur für beide Seiten sehr hilfreich für einen unkomplizierten Austausch ist.

 

Weitere interkulturelle Abende sind in Planung. Wir freuen und über Ihr Feedback und auch über Ihre Anregungen!

FREIE PRESSE vom 06.11.2015

BLICK vom 04.11.2015 - Das sind WIR

Veranstaltungen

 

Am 7.11.2015 findet in Hohenstein-Ernstthal eine erste Schulung für die MitbürgerInnen statt, die sich bereit erklärt haben, in dem Bereich Sprachenvermittlung tätig zu sein. Hier vermitteln unsere DaF / DaZ Spezialisten das notwendige Grundwissen und -verständnis. Diese Veranstaltung ist bereits komplett belegt, bitte kontaktieren Sie uns, eine weitere ist kurzfristig in Planung!

 

Am 10.11.2015 findet in Hohenstein-Ernstthal die erste Veranstaltung zur Thematik "Interkulturelle Begegnungen" statt. Es geht um ein aufgeklärtes und verständnisvolles Begegnen und Miteinander, von beiden Seiten mit gegenseitigem Respekt und Achtung der anderen, verschiedenen Kultur. Wir möchten in der ersten Veranstaltung vermitteln, worauf es ankommt bei Erstkontakten mit einer anderen Kultur, aber auch, wie wichtig es ist, die Grundfesten und Regeln unserer Kultur als unumstößlich und unabdingbar zu manifestieren. Bei Interesse melden Sie sich bitte über unser Kontaktformular, der Veranstaltungsort und die Zeit werden noch kurzfristig bekanntgegeben.

 

Am 28.10.2015 fand in Oberlungwitz eine Multiplikatorenveranstaltung zum Thema "Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen" statt. Eingeladen hatten der Bürgermeister von Oberlungwitz, Herr Thomas Hetzel und die Diakonie Westsachsen gGmbH, vetreten durch Herrn Jochen Rada. Zu Gast war Herr Geert Mackenroth, Landtagsabgeordneter und Ausländerbeauftragter des Freistaates Sachsen. Ziel der Gesprächsrunde war es, aktuelle Informationen zum Sachstand zu geben, insbesondere mit Blick auf die Stadt Oberlungwitz und die umliegenden Städte und Gemeinden. Eine anschließende Gesprächsrunde gab Gelegenheit, um Fragen zur Thematik zu besprechen, aber auch Hinweise, Sorgen und Bedenken aufzunehmen und erste Ansätze für mögliche Lösungen zu entwickeln. - Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Mackenroth, der es ausgezeichnet verstanden hat, mit klaren und offenen Worten ohne politischen Pathos die Probleme beim Namen zu nennen und pragmatisch Lösungen anzubieten und an ihnen mitzuarbeiten. Besonderen Dank auch für die schnelle und unbürokratische und ganz konkrete Unterstützung von Herrn Mackenroth für unseren jungen Verein!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Netzwerk Zukunft Sachsen e.V. 2017